Tadeusz Golińczak wurde 1954 in Ścinawa geboren. In seinen jungen Jahren studierte er Rechtswissenschaften in Breslau. 23 Jahre lang lebte er in Hamburg, wo er sein eigenes Atelier sowie eine Kunstgalerie führte. Sein erstes Werk auf dem Weg des Bildhauers, das ihm half, an sich selbst zu glauben, war die volkskünstlerische Skulptur „Fünf Musikanten mit Akkordeons“.
Die Bildhauerei betrachtet er nicht als Arbeit – sie ist für ihn reine Freude. Wie er selbst betont, spiegeln sich die Stunden, die er im Atelier verbringt, direkt in den Bedürfnissen seiner Seele wider.
In seinem Raum akzeptiert er keine Untätigkeit und erlaubt sich keine Unproduktivität – er mag es, wenn die Zeit für ihn arbeitet. Im Verlauf des Schaffensprozesses und in der im Atelier verbrachten Zeit empfindet Tadeusz tiefe Zufriedenheit.
Seine liebsten Werke sind jene, die ihm ein Gefühl von Swing vermitteln – große, fließende Formen, deren Anblick aus jeder Perspektive ein anderes Empfinden hervorruft. In der Figur schätzt er die Weichheit der Linien und meidet den Kubismus. Er flieht vor Tabuthemen und weist mit seiner bewussten Haltung die Einfachheit zurück.
Die verschiedenen Etappen seines Lebens schenken ihm die Freiheit, auch in anderen Materialien als Holz zu gestalten. Eine Alternative zum warmen Holz sind für ihn häufig Leinwand und Farbe, Metall und Stein. Er geht davon aus, dass Inspiration überall zu finden ist – er hält sich nicht an feste Muster.
Tadeusz ist eine wahrhaft reisende Seele, und seine Skulpturen befinden sich in zahlreichen Ecken Europas. Im Alltag trifft man ihn in Świdnica und auf Rügen, wo er seine Ateliers führt, und in der Weihnachtszeit auch auf dem traditionellen Weihnachtsmarkt in Köln.